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B.A.R.F. ist die eingedeutschte Abkürzung für Biologisch artgerechtes rohes Futter (engl. Bones and raw Food, also Knochen und rohes Futter). Im Grunde ist es aber nur ein neuer Begriff für eine ganz natürliche und Jahrtausende alte Ernährung. Und die besteht bei Karnivoren und das sind Hunde, Katzen und z.B. auch Frettchen nun einmal, aus Fleisch. Der ganze Verdauungsapparat von Karnivoren, inkl. der Zähne ist darauf ausgerichtet Fleisch zu fressen und zu verdauen. Und genau daran sollte man sich orientieren, eben an der Natur und nicht an einem der vielen selbsternannten Experten. Beobachten Sie doch z.B. einmal womit die Wölfe und Großkatzen in Zoos gefüttert werden. Insbesondere diesen, doch recht teuren Tieren stellt auch niemand ein perfekt abgestimmtes Trockenfutter hin, welches doch angeblich so gesund ist. Sie bekommen ganze Köpfe, Beine, oder ähnliches unbehandeltes Fleisch!

 

Diese Art der Ernährung mit rohem Fleisch, sowohl bei Katzen als auch bei Hunden, führt zu einer Verbesserung der Gesundheit, aber auch des Gesamtzustandes. Nur aus diesem Grund konnte sich das Barfen in den letzten Jahren gegen die milliardenschwere Fertigfutterindustrie durchsetzen. Denn heutzutage merken die Menschen zunehmend, dass wir uns zu sehr von der Natur entfernt haben und wir die einfachen Dinge wieder neu entdecken müssen. Vielen kranken Tieren hat die Umstellung auf eine Rohfleischernährung bereits geholfen. Allergien und Juckreize verschwinden, Hunde werden agiler und das Fell wird zusehend schöner. Bei arthritischen Erkrankungen können sich deutliche Verbesserungen einstellen. Zahnstein verschwindet und die Tiere riechen weniger, besonders auch aus dem Maul. Die „Häufchen“ werden kleiner, da die Tiere viel mehr von dem verwerten können was sie bekommen. Und Bänder, Sehnen und Muskeln werden stärker.Das sind nur ein paar der vielen Vorteile!

 

Oft werden im Internet, oder in Büchern regelrechte Pläne mit allerlei Ölen und Pülverchen angepriesen und danach gefüttert. Das jedoch ist im gesamten Tierreich einzigartig. In der Natur wird immer das gefressen was sich gerade anbietet. Und nicht einmal der Mensch ernährt sich so akribisch nach irgendwelchen Plänen die er im Internet, oder in Büchern findet. Es ist also absurd etwas als artgerecht und natürlich zu bezeichnen, bei dem man sich an Pläne und genaue Grammzahlen halten soll. Kein Experte weiß wirklich wie viel sich Ihr Tier täglich bewegt. Zu viele weitere Faktoren wie Alter, Geschlecht und Rasse kommen dazu. Für jedes Tier bräuchte man einen eigenen Ernährungsplan. Und dieser müsste dann auch noch alle paar Wochen kontrolliert und ggf. angepasst werden. Sie müssten also auch noch genau Buch über Gewicht, Kotmenge und -häufigkeit, Gesamtzustand, etc. führen. Das ist utopisch…

 

Barfen, oder besser gesagt die Rohfleischfütterung ist viel einfacher als gedacht. Es ist nicht wichtig ob sie in einem Fleisch zu Obst/Gemüse-Verhältnis 80-20, oder 70-30 füttern. Und auch nicht ob sie zweimal am Tag, oder nur alle zwei Tage füttern. Wichtig ist nur, dass Sie abwechslungsreich, frisches und unbehandeltes rohes Fleisch füttern und möglichst oft zwischen verschiedenen Sorten Fleisch und Fisch wechseln. Nur sparen Sie sich mindestens eine Sorte Fleisch wie z.B. Pferd, Strauß oder auch Känguru auf, damit Sie bei einer Ausschlussdiät darauf zurückgreifen können. Sie können Obst und Gemüse sogar ganz weglassen, wenn Sie oft ungewaschenen grünen Pansen füttern. In diesem sind die vorverdauten Pflanzenfasern noch enthalten und der Mageninhalt braucht nicht noch einmal extra nachgeahmt zu werden.

 

Einzig kranke und/oder allergiegeplagte Tiere kann und darf man nicht einfach irgendwie füttern. Sie sollte man so füttern, dass es ihnen gut geht. Und wenn das mit Getreide, Obst oder Gemüse funktioniert, dann füttert man eben viel Getreide, Obst oder Gemüse. Dabei lassen Sie sich bitte von Ihrem Tierarzt, oder Tierheilpraktiker Ihres Vertrauens beraten. Und wenn ein Hund Knochen nicht verträgt, oder er sie nicht verdauen kann, dann lässt man diese eben einfach weg. Grundsätzlich jedoch kann man sagen, dass es den Tieren mit der Rohfleischfütterung immer besser geht, als mit einer Fertigfutterernährung. Dieses sollte also auch bei kranken Tieren immer wieder das Ziel sein.

 

Das wichtigste beim barfen ist, dass Sie Ihr Tiere beobachten. Sie werden schnell herausfinden was sie mögen und was sie gut vertragen. Und auch ob Sie 2%, 3%, oder sogar noch mehr füttern müssen, werden Sie schnell anhand einer Gewichtszunahme, resp. -abnahme merken. Jedes Tier ist individuell und seine Bedürfnisse eben auch.

 

Bei Katzen- und Hundewelpen liegt der Vorteil in einem langsameren Wachstum. Dies schont den Aufbau von Knochen, Sehnen und Muskulatur. Aus diesem Grund sollte man möglichst früh damit beginnen sie mit rohem Fleisch zu ernähren. Man sollte aber zunächst leicht verdauliches Fleisch füttern. Ein weiterer Vorteil in der frühen Gewöhnung liegt auch darin, dass die kleinen gar nicht erst an Lockstoffe, Zucker, oder andere unnötige Inhaltsstoffe gewöhnt werden, ähnlich wie bei kleinen Kindern die man ja auch nicht gleich an zuckerhaltige Getränke, oder zu stark gewürzte Speisen gewöhnen sollte.

 

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Typische Behauptungen sind zum Beispiel, dass man sich oder die Tiere mit Salmonellen infizieren könnte, oder dass die Tiere dadurch blutrünstiger werden. Doch das ist alles Unfug dem jede Grundlage fehlt. Salmonellen z.B. können im gefrorenen Fleisch gar nicht erst überleben. Und blutrünstiger werden die Tiere auch nicht, denn ansonsten würden unsere Hunde mit Sicherheit nicht mit den Hasen kuscheln und spielen. Und das obwohl wir auch manchmal Hasenohren mit Fell füttern!!!